Leitziele unserer pädagogischen Arbeit

Alle Kinderhäuser arbeiten nach dem element-i-Kinderhauskonzept. Oberster Leitgedanke ist dabei das Recht eines jeden Kindes auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§1 Abs.1 SGB VIII).

Dies bildet den Bezugsrahmen für die wichtigsten allgemeinen Ziele von Bildung und Erziehung: Autonomie und Verbundenheit sowie Gesundheit, Resilienz und Freude am Lernen. Handlungsleitend hierfür sind die in den Orientierungs- bzw. Bildungsplänen der Länder formulierten Lern- und Entwicklungsziele. Diese behalten wir bei der Gestaltung unserer täglichen Arbeit im Blick und fördern sie durch unser pädagogisches Handeln.

Autonomie

Autonomie beinhaltet, die Kinder in der Entwicklung ihrer Selbstbestimmung zu fördern und zu unterstützen. Hierfür bietet das Kinderhaus die Freiheit, selbständiges, selbstverantwortliches und eigeninitiatives Verhalten einzuüben und zu erproben. Die Kinder sollen sich ihrer selbst bewusst sein, mitdenken, ihre Meinung äußern, Aufgaben übernehmen, Entscheidungen treffen, an Entscheidungen der Gruppe mitwirken und lernen, Verantwortung für diese zu übernehmen. So erleben sie sich als selbstwirksam.

Verbundenheit

Verbundenheit bedeutet, Bindung und Zugehörigkeit zu erfahren sowie Wertschätzung und Verlässlichkeit zu erleben und dies dadurch auch Anderen geben zu können.

Die Kinder sollen das soziale Zusammenleben mitgestalten und Rücksicht auf die Interessen Anderer nehmen. Sie lernen in der Gemeinschaft, das Denken, Fühlen und Handeln anderer Menschen zu verstehen, zu respektieren und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Im täglichen Miteinander üben sie sich in der Anerkennung von Verschiedenheit und Respekt gegenüber Abweichendem. Der Freiraum der Kinder endet da, wo Andere beeinträchtigt werden. Die Entwicklung zur Gemeinschaftsfähigkeit wird so unterstützt.

Gesundheit

Die Gesunderhaltung des Körpers ist eine entscheidende Ausgangsvoraussetzung für ein glückliches, aktives Leben bis ins hohe Alter, die eigenverantwortlich beinflusst werden kann. Deswegen ist es ein Ziel unserer Arbeit, Kindern die Zusammenhänge von gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung als elementare Bestandteile einer gesunden Lebensführung erfahrbar zu machen.

Resilienz

Zu unseren grundlegenden präventiven Aufgaben gehört die Förderung von Resilienz. Unter Resilienz verstehen Erziehungswissenschaftler die psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern gegenüber Entwicklungsrisiken. Diese Widerstandsfähigkeit ermöglicht es ihnen, sich an akut oder chronisch belastende Lebenssituationen effektiv anzupassen. Diese Basiskompetenz verbessert die Möglichkeiten der Kinder, auf sie zukommende Veränderungen und Krisen erfolgreich zu bewältigen und sich somit zu selbstsicheren, gesunden und kompetenten Persönlichkeiten entwickeln zu können. Bei der Resilienzforschung handelt es sich um einen kompetenz- bzw. ressourcenorientierten Ansatz, der immer danach fragt, was Kinder stärkt. Unter diesem Fokus verstehen sich auch alle anderen hier formulierten Ziele.

Freude am Lernen

Um sich als selbstwirksam zu erleben und die Welt aktiv mitgestalten zu können, brauchen Kinder Wissen über die Phänomene, Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge der Welt sowie von kulturellen Gegebenheiten. Freude am Lernen und engagiertes Auseinandersetzen mit der Welt durch Aufrechterhaltung der natürlich mitgegebenen Neugier, sowie die Stärkung der Motivation zur Bewältigung von Herausforderungen sind unverzichtbare Grundlagen für den lebenslangen Lernprozess. Dafür benötigen Kinder Möglichkeiten und Anregungen, ihre eigenen Interessen zu finden, ihre Themen zu entwickeln und zu reflektieren, um so das Lernen zu lernen.